Die Umfassungsmauer

Umfassungsmauer mit zwei Kammern (oben) und zwei kreisförmigen Gebilden mit unklarer Bedeutung.
Umfassungsmauer mit zwei Kammern (oben) und zwei kreisförmigen Gebilden mit unklarer Bedeutung.

Am Pfitscher Sattel fallen zunächst die Mauerreste auf. Von einer höheren Warte sind zwei Kammern in der Ecke einer Umfassungsmauer erkennbar. Ein großer Block teilt die Kammern. Durch Überlagerung des Bildes mit einem vermessenen Plan ist die Umfassungsmauer als ein unregelmäßiges Sechseck zu erkennen.


Erhaltung der Mauer
Die aus Felsplatten erstellte Trockenstein-Mauer ist im nördlichen Bereich noch gut erhalten, im südlichen Bereich durch einen Bergsturz stark gestört.
 
Frühe Anwesenheit
Die nähere Umgebung bietet Hinweise für eine sehr frühe Anwesenheit von Menschen am Sattel. Ein mittelsteinzeitlicher Jägerrastplatz nahe der "Oberkaser Alm" (ca. 5. Jahrtausend v. Chr.) und ein urzeitlicher Brandopferplatz neben der Archivplatte um 1200 v.Chr. sind archäologisch dokumentiert.
 
Kritische Stimmen
Es gibt auch kritische Stimmen, die die Anlage als neuzeitliche Hirtenhütten und Viehpferche interpretieren. Man kann nicht ausschließen, dass an der Mauer immer wieder auch künstliche oder auch natürliche Veränderungen entstanden sind. Die vorgestellte Konstruktion mit den pythagoreischen Dreiecken ist jedoch ein starkes Indiz für ein hohes Alter. Auf der Archiv- und Kultplatte ist ein Längenkomparator mit zwei mehalithischen Ellen fixiert,