Feldthurns - Tschötscher Heide

Die Schalensteine am Drumbühel, etwas unterhalb von Feldthurns, gelten nach Reimo Lunz als die umfangreichste Schalensteinoberfläche Südtirols. Nicht weniger als sechshundert kleine und größere Schalen wurden am größten Schalenstein gezählt. Aber auch in der näheren Umgebung finden sich einige Felsen mit Schalen. Bei Ausgrabungen in der “Tanzgasse” (1983 - 2002) im oberen Dorfteil von Feldthurns wurde innerhalb einer ausgedehnten megalithischen Anlage ein Steinkranz freigelegt, in dessen Umfriedung zwei senkrecht gestellte Glimmerschieferplatten mit je einem eingeriebenen Schälchen verbaut waren (Lunz: Archäologische Streifzüge, Band 1, S. 289)

Die Schalensteine in der Tschötscher Heide

Die Schalensteine etwas unterhalb der Verbindungsstraße Brixen - Feldthurns sind etwas schwierig zu finden, da sie teilweise überwachsen und nur über einen Pfad zu erreichen sind. Innerebner, ein Bozener Wallburgenforscher, entdeckte 1945 die Felsbilder. Er unterscheidet fünf Gruppen: 1. Schalensteine, 2. Mühlespiele, 3. Kreuzquadrate, 4. Kreuzzeichen, 5. Ritzungen neuzeitlicher Natur. Obwohl die zeitliche Eingrenzung schwierig ist, sind die Schalen wohl die ältesten Objekte, während z.B. die Mühlespiele wohl erst im Frühmittelalter entstanden sind.

Lage: Der Ort Feldthurns liegt auf der Höhenterrasse oberhalb von Klausen.
 
Geographische Koordinaten der Schalensteine am Drumbühel: Länge: 46d 39’ 51,87” N Breite: 11d 36’ 06,28” E Höhe:798m
 
Tschötscher Heide an der Verbindungsstraße Brixen - Feldthurns im Bereich von zwei markanten Serpentinen
 
obere Gruppe: Länge: 46d 42’ 07,24” N Breite: 11d 38’ 34,80” E Höhe: 726m
untere Gruppe: Länge: 46d 42’ 12,34” N Breite: 11d 38’ 40,72” E Höhe: 705m